ERNÄHRUNGSEMPFEHLUNGEN BEI RHEUMA

ERNÄHRUNGSEMPFEHLUNGEN BEI RHEUMA
von S. Binder

Da es das Rheuma als Krankheitsbild nicht gibt, gibt es auch die allgemein gültigen Ernährungsempfehlungen bei rheumatischen Beschwerden nicht. Die folgenden Empfehlungen sind dem Klienten individuell anzupassen. Die einen werden wichtiger einzuhalten, andere weniger wichtig zu beachten sein.

Die Basis bildet die Nahrungsmittelpyramide, dass heisst pflanzliche Nahrungsmittel (Gemüse, Salat, Obst, Getreide, Getreideprodukte Kartoffeln, Hülsenfrüchte) bilden die Basis der Ernährung. Dabei sollte dem grünen Gemüse in Bezug auf seine Inhaltsstoffe und dem Magnesium besondere Beachtung geschenkt werden. Besonders empfehlenswerte Nahrungsmittel infolge ihrer Vitamine (A, E, C): Grüne und orangefarbene Gemüse und Früchte, Nüsse, Samen, Kartoffeln, Peperoni, Petersilie.

Tierische Produkte sind nur Beilage, Fleisch wird nur 2-3mal pro Woche eingesetzt, evt. gemieden, fette Fische 1-2mal pro Woche einsetzen Bei starken Schmerzen empfiehlt sich einige Wochen ganz auf Fleisch zu verzichten und sein Eiweiss durch Fisch, Tofu, Hülsenfrüchte, Nüsse und eventuell Milchprodukte abzudecken.

Vorsicht mit versteckten Fetten wie Fleisch- und Wurstwaren, Rahmkäse, Fertiggerichten, Süssigkeiten. Hochwertige Pflanzen- und Fischöle einsetzen Leinöl, Weizenkeimöl, Soja-, Rapsöl Nachtkerzen-, Borretsch-, Fischölkapseln Leinsamen einsetzen.

Genussmittel wie Kaffee, Alkohol und Zucker je nach Schmerzzustand für einige Wochen meiden oder reduzieren auf 1-2 Tassen Kaffee pro Tag, nicht täglich Süsses und Alkohol. Auf Weisswein und Champagner reagieren eine hohe Zahl von Rheumapatienten mehr als auf Rotwein, Bier und gebrannte Wasser.

Genügend trinken. Der Bedarf von 1.5 lt sollte auf jeden Fall abgedeckt werden. Am besten geeignet sind Wasser, Mineral, Tee evt. verdünnte Fruchtsäfte (Tee: Brennessel, Schachtelhalm).

Den Säure-Basenhaushalt mit einer Fachperson kontrollieren, evt. sind Basenpräparate nötig. Diese sollten jedoch mit einer Fachperson beraten werden.

Abends eher eine kleine, einfache Mahlzeit einhalten, damit die Ruhezeit der Verdauungsorgane nicht gestört und damit weitere oder stärkere Beschwerden nicht auftreten.

Bei Kälteproblematik Kalte und kühlende Nahrungsmittel wie Kühlschrankkaltes, Rohkost, Milch, Mineralwasser u.a.m. eher meiden (weitere Nahrungsmittelempfehlungen auf separater Liste).

Bei Entzündungstendenz Heisse bis warme Nahrungsmittel wie scharfe Gewürze, rotes Fleisch, Alkohol, Kaffee, Zwiebelgewächse u.a.m. eher meiden (weitere Nahrungsmittelempfehlungen auf separater Liste).

Bei starken Schmerzen empfiehlt sich ein kontrolliertes Fasten unter fachlicher Betreuung und anschliessend eine Suchdiät. Damit können Nahrungsmittelunverträglichkeiten diagnostiziert werden. Dies sollte jedoch unter fachlicher Beratung und Betreuung durchgeführt werden.

Häufige Nahrungsmittelunverträglichkeiten im Zusammenhang mit Rheuma: Weizen, Milchprodukte (nur Kuhmilch; als Alternativen können Schaf- und Ziegenkäse eingebaut werden), gewisse organische Säuren zu finden in Essig, Zitrusfrüchten, Früchten allgemein, Kaffee, Alkohol, bestimmte Gewürze oder Kräuter. Diese werden durch eine Suchdiät, evt. einer Blutuntersuchung oder via Bioresonanz festgestellt.

Geeignete Pflanzenpräparate Löwenzahn, Brennessel, Birke, schwarze Johannisbeere, Efeu, Esche, Rosmarin. Die für die individuelle Person geeigneten Präparate sollten in Zusammenarbeit mit einer Fachperson herausgefunden werden

Ergänzungspräparate mit einer Fachperson mit entsprechender Zusatzausbildung besprechen. Wichtige Stoffe, die in Ergänzung benötigt werden: Vit. A, E, C, Selen, Zink, Eisen, Vit. B.-Komplex.

Bei diesen Empfehlungen handelt es sich, nur um eine Zusammenfassung des Referates. Viele dieser Empfehlungen müssen für die Praxis mit einer Fachperson (Ernährungsberater/in, Arzt/in oder Naturheilpraktiker/in) individuell betrachtet, erklärt und angepasst werden.

sybinder-schai@dplanet.ch

Dieser Artikel wurde mit freundlicher Genehmigung der Autorin hier veröffentlicht.

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